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Schon
wieder ein Buch über Skinheads? Dies ist sicher bei vielen Menschen, die
sich näher mit der Skinhead-Szene auseinander setzen, die erste Reaktion
zu Markus Messics Erstlingswerk. Nachdem Klaus Farin in den 90er Jahren
umfassende Werke zum Skinhead-Kult veröffentlicht hat, das Internet
einen mächtigen Pool an Informationen bietet und mittlerweile sogar die
Medienwelt beginnt, ein differenzierteres Bild zu diversen
Jugendkulturen zu entwickeln, meint man, "noch ein Skinhead Buch" nicht
zu benötigen. Dem Autor liegt aber nicht die einfache Dokumentation der
Skinhead-Geschichte am Herzen, sondern versucht mit seinem Buch zu
verdeutlichen, daß man Skinheads nicht einfach im Kollektiv in eine
Schublade stecken kann und die Skinhead-Szene nicht nur in sich sehr
vielseitig ist, sondern auch eng mit anderen Jugend- bzw. Subkulturen
verknüpft ist. Dies ist ihm in seinem 136-Seitigem Werk auch super
gelungen.
Klar, die Geschichte der Skinheads wurde schon mehrfach nieder
geschrieben und viel neues kann man auch nicht mehr aufweisen. Doch das
ein Rückblick in die Historie nötig ist, um den Laien ein objektives
Bild der Jugendkultur zu bieten, ist auch klar. Messics ist es gelungen,
in kurzen Kapiteln die Skinhead-Geschichte zusammen zu fassen,
gleichzeitig einige Dinge aufzubringen, die den Szenen-Kenner meist noch
unbekannt waren und auch den Laien wichtige Informationen zu vermitteln.
Der Übergang von den geschichtlichen Fakten, hin zum eigentlichen Thema
ist dem Autor auch gut gelungen. Es wird ein ausführlicher Einblick auf
die Europäische Skinhead-Szene gewährt. Messics verdeutlicht den
Werdegang der Politisierung der Szene und wie sich die Szene in
Verbindung mit der Zeitgeschichte gewandelt hat.
Neben der Bundesrepublik
Deutschland, Großbritannien und den U.S.A. wird erstmals auch die
Österreichische Skinhead-Szene näher beleuchtet, was diese Werk zu etwas
besonderem macht. Neben einem allgemeinen Rückblick über die Skinheads
in Österreich kommen am Ende des Buches vier Skins aus der Alpenrepublik
zu Wort, die streckenweise sehr interessante Aussagen haben.
Der einzige Makel ist,
daß in sämtlichen Kapiteln es langwierige stellen gibt, bei denen man
sich als Kenner Mühe geben muß, diese nicht komplett auszulassen. Für
Laien aber sicher ein super Einstiegswerk! Kurz und bündig - mit allen
wichtigen Informationen rund um die kunterbunte Skinhead-Welt. 5 von
6 Punkten,
Sebastian Kuboth
Die Broilers in
diesem Buch:
Die Broilers werden in
diversen Auflistungen erwähnt, u.a. auch zum Thema "Skinheads in
Österreich".
Mehr
Informationen zum Buch:
www.jugendkulturen.de
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